Corona Trauer-Familiengruppen für trauernde Kinder im Alter von 4 – 12 Jahren nach dem Tod der Großeltern in der Pandemie am Leuchtturm Standort Schwerte und Dortmund. Die Leuchttum Familiengruppe Corona gibt trauernden Kindern
Wärme, damit das Lachen zurückkehren kann.
Organisation
Projektzeitraum
September 2020 – September 2022
Zielgruppe des Projektes
Kindergruppe mit Zugehörigen-Cafe am Leuchtturm Standort Schwerte und Dortmund. Trauernde Kinder, die Eltern und Großeltern, in der Corona Krise verloren haben und durch die Pandemie eine zusätzliche Belastung erfahren und ihre zugehörigen erwachsenen Bezugspersonen.
Die Corona-Pandemie stellt das Leuchtturm-Team vor neue Herausforderungen. Die Entwicklung der Pandemie wird leider auch viele Kinder und Jugendliche treffen, die den Verlust von Eltern und Großeltern durchleben. Das Signal Iduna Stadion wird Krisen Versorgungszentrum. Qualifizierte Trauerbegleitung für die Zielgruppe der betroffenen trauernden Kinder und Enkel tut Not. Leuchtturm kann dies aufgrund seiner Kompetenz mit hoch qualifizierten Fachkräften und geschulten Ehrenamtlichen leisten.
Wir nehmen die Situation und den Auftrag ernst und möchten mit einer eigenen Familiengruppe für Kinder, die ein Eltern oder Großelternteil in der Coronazeit verloren haben, ein wichtiger Beitrag für die seelische Gesundheit von trauernden Kindern und Jugendlichen leisten. Eine erste Gruppe soll im September 2020 starten. Eine zweite Gruppe am Standort Dortmund folgen.
Ziel des Projektes
Leuchtturm schenkt sichere Ankerplätze für eine gesunde Bewältigung.
Der Verlust eines nahen Menschen ist die schwerste Erschütterung. Erst Recht in der akuten Schreckens-Zeit der Pandemie. In Zeiten der Pandemie steht der Abschied und der Verlust von erkrankten Eltern oder Großeltern unter extremer Belastung: die Ungewissheit und Angst vor Corona Erkrankung ist in den inneren Phantasiebilder von Kindern täglich präsent, die Sorge und Verantwortung um die die Großeltern prägt den Alltag ohnehin. Sich nicht wie sonst umeinander kümmern können, sich nicht unbeschwert sehen zu dürfen ist für Kinder eine sehr große seelische Not. Kinder fühlen sich für die die sie lieben verantwortlich, deshalb ist die Sorge gekoppelt mit der Ohnmacht, nicht wirklich nah und fürsorglich sein zu können. Die vorgeschriebenen Gesundheitsmaßnahmen machen einen engen Kontakt meist unmöglich und gerade beim Umgang mit Abschiedssituationen in schwerer Erkrankung und beim Sterben unmöglich. Das schürt Schuldgefühle und zusätzlich Schreckensbilder, die die Trauer nach dem Tod eines Angehörigen für Kinder immens erschweren und die gesundheitlichen seelische Entwicklung belasten.
Kinder brauchen klare Antworten auf ihren Fragen, sichere Räume um Sterben und den Tod im guten Sinne begreifen zu können. Sie brauchen kompetente Ansprechpartner, die ihnen helfen in der nachklingenden Trauer optimale Unterstützung zu finden. Leuchtturm bietet sichere Ansprechpartner, angemessene Rituale und kreative Möglichkeiten, den Tod von Großeltern oder auch Eltern in dieser ver-rückten Coroana Zeit angemessen bewältigen zu können.
Die Solidarität in der Gruppe tröstet ungemein. Zu spüren, mit dem Verlust nicht alleine zu sein, stärkt Kinder in ihren Ressourcen, das Vertrauen ins Leben zu setzen und den Verlust angemessen zu bewältigen.
Trauerbegleitung im Leuchtturm versteht sich als Präventionsarbeit und möchte ansetzten bevor sich unverarbeitete Trauer manifestiertet und Kinder krank macht.
Das Hauptziel des neuen Familiengruppenangebotes für Coronabetroffene ist eine langfristige nachhaltige Wirkung, um Kindern eine gesunde Zukunft sichern zu können.
Kurze inhaltliche Darstellung des Projektes:
Kindern Hoffnung und Licht in dunkler Zeit schenken
Der Leuchtturm e.V. Schwerte ist ein Verein, der sich der Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen widmet, die viel zu früh im Leben den Tod einer nahen Bezugsperson erfahren mussten. Oft ist dies die Mutter, der Vater oder ein Geschwisterkind.
Im Leuchtturm e.V. möchten wir spezifisch Gesundheitsfürsorge für vom Coronatod betroffenen trauernde Kindern leisten. Mit Kindern je nach individuellem Bedürfnis, in der Solidarität der Trauergruppe die eigenen kraftgebenden Ressourcen entdecken, Mut für den neuen, veränderten Lebensweg sammeln und den Verlust gesund in das Leben integrieren.
In der vom Coronatod Betroffenen Familiengruppen werden Kinder und deren Erwachsene Bezugsperson im 14 tägigen Rhythmus begleitet. Parallel zur Kindergruppe findet ein angeleitetes Erwachsenengesprächscafé statt zur Stärkung der Erziehungskompetenz.
In der Gruppenzeit haben die Kinder die Möglichkeit ihrem Verlustschmerz durch kreative Interventionen in Farbe, Form, Klang, Bewegung und Gespräch Gestalt zu geben, aber auch ihre ganz individuellen Ressourcen zu wecken und dadurch neue Lebensenergie zu akquirieren. Feste Rituale geben Sicherheit.
Den Kindern sind sichere Bezugsbegleiter zugeordnet, die auf die individuellen Fragen der Kinder gekonnt empathisch eingehen.
In der Gemeinschaft der Gruppe erleben die Kinder Solidarität, ein stärkendes tröstendes Miteinander und Aufklärung für Ihre Fragen und Sorgen rund um den erlebten Verlust. Dies stärkt sie, den Tod gesund ins Leben zu integrieren und voller Mut in die Zukunft blicken können.
Beschreibung des Ablaufs
Das Angebot von verlustspezifischen Familien-Gruppen ist im Leuchtturm seid 12 Jahren fest etabliert. Die lange Erfahrung sowie die Standards von Leuchtturm sichern die Qualität der Begleitung nach den Standards des Bundesverband Trauerbegleitung e.V.. Die bestehenden Konzepte können schnell auf die Zielgruppe der betroffenen Kinder umgesetzt werden.
Das 10 köpfige Ehrenamtlichen Team das zur Erweiterung der Gruppenangebote und zur Durchführung dieser spezifischen Gruppen notwendig ist, ist bereits gefunden und wird derzeit über Onlineschulung auf die spezifische Situation und die Fragen der Kinder vorbereitet.
Folgende Kosten kommen akut für die Installierung einer neuen Gruppe auf den Leuchtturm zu.
Eine Gruppe mit 12 Plätzen für Kinder wird am Standort Schwerte im Leuchtturm Haus stattfinden – eine zweite Gruppe mit 12 Plätzen für Kinder wird am neuen Standort in Dortmund stattfinden:
Zukunftsplanung des Projektes:
Die Gruppen sollen im September 2020 starten und sind angemessen der erschwerten Trauerverläufe bis September 2022 geplant.. Im Vorlauf finden Einzelgespräche mit den betroffenen Familien statt.
Das Buget für eine Corona- Trauer Familiengruppe beträgt:
€ 2.500 Kreativtherapeutisches Material zur Durchführung einer zusätzlichen Familien- Gruppe mit 12 Kindern und begleitendem Elterncafe am Standort Schwerte und Standort Dortmund
€ 2.500 Online-Schulung der Ehrenamtlichen
€ 2.000 Externe Supervision der Fachberater und Ehrenamtlichen
€ 2.000 Raummiete
€ 9.000 Gesamtvolumen
Die Umsetzung ist bereits planerisch angelaufen und wartet auf den Startschuss!
Trauer von Kinder und Jugendlichen wird weder von Krankenkassen noch der öffentlichen Hand finanziell bezuschusst. Alle Aufwendungen sind durch Spenden und Stiftungsmittel zu erbringen. Helfen Sie mit!
Ansprechpartner zum Projekt:
Walburga Schnock-Störmer
St. Peter Weg 2
58239 Schwerte
w.schnock-stoermer@leuchtturm-schwerte.de
0151-12716241

